“Pur schmeckt unser Wermut am besten auf Eis mit einem Hauch Limette.“ Der Wein.Gölles Cocktail ist aber das Gangerl. Der Name verrät seine Wirkung.

Wermut

Franz Gölles, Wein.Gölles, Vulkanland-Winzer, liebt Wermut und hat seinen eigenen Cocktail in Anlehnung an den “Negroni sbagliato” kreiert. ©️Wein.Gölles/Canva

Warum Wermut? “Gin war gestern, das Trendbarometer geht ganz klar in Richtung Wermut!” ist Franz Gölles überzeugt. Als kleiner Vulkanland Winzer ist er natürlich immer auf der Suche nach dem Besonderen und ist somit mit seinem Angebot ganz nah am Kunden. “Wein|bau|er, der; Substantiv, m. Jemand der mithilfe seiner pflanzenbaulichen und oenologischen Fähigkeiten, Fingerspitzengefühl und Geduld seinen Mitmenschen Gaumenfreuden bereitet.” So steht es auf der Internetseite von Wein.Gölles aus Hatzendorf im steirischen Vulkanland. „Wein ist für uns Handwerkskunst auf höchster Ebene!” Aus diesem Grund arbeitet Franz Gölles viel mit den Händen. Angefangen vom Rebschnitt im Winter, über die Pflege der Rebstöcke im Frühling und Sommer, bis hin zur Ernte im Herbst, natürlich ausschließlich per Handlese.

“Einzig im Weinkeller lassen wir die Hände auch einmal ruhen. Da ist die Zeit der bessere Verbündete,“ erklärt Franz Gölles seine Weinbauphilosophie. „Unsere Größe liegt darin, dass wir klein sind! Dadurch sind wir unabhängiger und können uns voll und ganz auf unsere Reben und unsere Weine konzentrieren. Das Ergebnis sind ausdrucksstarke und gebietstypische Weine, die vor allem Genuss bereiten sollen.“

Wermut ist keine neue Erfindung

Weil Gin schon lange in aller Munde ist, kam Gölles also auf  den Wermut, also auf den „aromatisierten Wein“. Um sich Wermut nennen zu dürfen, muss das Getränk mindestens zu 75 Prozent aus Wein bestehen. Dieser wird mit Zucker (oder Traubensaft) sowie allerlei Kräutern und Gewürzen versetzt und mit Alkohol (gelegentlich mit besonderen Bränden) auf einen Alkoholgehalt von 14,5 – 21,9 Volumenprozent verstärkt. Wermutkraut, wie es der Name schon vermuten lässt, muss in der Kräutermischung immer enthalten sein. Die restlichen Kräuter liegen ganz in der Wahl des Herstellers. Aus diesem Grund gibt es Wermutweine in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen. Der Zuckergehalt reicht von “extra trocken” (=wenig bis kein Zucker) bis “süß”. In der Farbe gibt es sowohl weiße, rote als auch rosé farbigen Wermut.

Wermut ist universell einsetzbar

Egal ob als Aperitif, Digestif oder Mischungspartner für viele Cocktails. Der wohl bekannteste Cocktail mit Wermut ist der Dry Martini und besteht aus Gin und trockenem Wermut. Ein anderer Klassiker mit Wermut ist der Negroni. Dieser wird aus Gin, rotem Wermut und Campari gemischt. Eine Abwandlung davon ist der falsche Negroni, der aus rotem Wermut, Spumante und Campari besteht. „Dieser hat uns auch zu unserm Gangerl inspiriert. Ein Cocktail aus extra trockenem Wermut, Perle Muskateller und Rotweinlikör.“ Es sollte ein Cocktail aus den eigenen Produkten sein weil “wir wollen ja schließlich wissen, was wir trinken”, erzählt Gölles lachend.

Bei Wein.Gölles wird weißer Wermut in extra trocken und in halbtrocken hergestellt. Angesetzt wird auf Basis Weißburgunder mit Wermut, Pomeranzenschale, Mädesüßkraut, Muskatellersalbei und Galgant. „Aufgesprittet” wird mit Weinbrand. “Pur schmeckt unser Wermut am besten auf Eis mit einem Hauch Limette. In einem Cocktail präferieren wir natürlich das Gangerl. Der Phantasie sind dabei aber keine Grenzen gesetzt.” Übrigens gibt es den Wein.Gölles Wermut jetzt neu in einer besonders stylischen Flasche. “Das ist so neu, da haben wir noch keine Fotos,” erzählt Gölles. Wir lassen uns also gerne überraschen.