Bratwurst, Karpfen, Raclette oder die Feinkost-Aufschnittplatte? Traditionelle Speisen stehen zu den Festtagen den Feinkost-Delikatessen gegenüber.

40 Prozent der Österreicher halten Traditionen zu Weihnachten beim Essen hoch. Überdurchschnittlich traditionell veranlagt sind die unter 30-Jährigen und Personen mit Kindern im Haushalt.©Pixabay

Im Bundesländervergleich halten insbesondere die Oberösterreicher, die Burgenländer, die Kärntner und die Tiroler am traditionellen Weihnachtsgericht fest. Besonders regional geprägt ist man in Salzburg. Hier ist die Suppe für rund zwei Drittel das traditionelle Weihnachtsgericht. In Oberösterreich sind Bratwürstel für beinahe 60 Prozent die traditionelle Speise am Weihnachtsabend. Zwei Fünftel der Österreicher halten Traditionen zu Weihnachten auch beim Essen hoch und tischen am 24. Dezember ein Gericht auf, das es jedes Jahr gibt. Unter den unter 30-Jährigen und wenn Kinder im Haushalt leben, hat sogar jeder Zweite ein traditionelles Weihnachtsgericht. Raclette führt die Hitliste österreichweit an, regional gibt es Besonderheiten, so ist in Salzburg die Suppe weit verbreitet, in Oberösterreich sind es die Bratwürstel. Wie die iglo-Trendstudie unter 1.000 Befragten zeigt, sind beim Thema Essen Traditionen nicht unwesentlich.

Junge und Haushalte mit Kindern halten Tradition beim Essen hoch

Denn 43 Prozent der Befragten geben an, ein traditionelles Weihnachtsgericht zu haben, das jedes Jahr auf den Tisch kommt. Knapp ein Drittel (31 Prozent) hat zwar eine traditionelle Speise, entscheidet aber von Jahr zu Jahr neu, ob diese auch gekocht wird. Nur bei einem Viertel (26 Prozent) hat das Weihnachtsessen so gar keine Tradition. Überdurchschnittlich traditionell veranlagt sind die unter 30-Jährigen und Personen mit Kindern im Haushalt. Hier folgt die Speise bei jedem Zweiten einer etablierten Tradition.

Raclette, Kalte Platte und Bratwürstel führen die Hitliste der Weihnachtsgerichte an

Gefragt nach den Gerichten, die es am 24. Dezember gibt, schafft es Raclette auf den ersten Platz. Knapp ein Fünftel (18 Prozent) derer, die eine traditionelle Speise zu Weihnachten auf den Tisch bringen, servieren Raclette. Weitere 15 Prozent kredenzen eine kalte Platte, 13 Prozent Bratwürstel. Fondue und Suppe (je 12 Prozent) finden sich auf dem vierten Platz. Fisch in Form von Karpfen oder Lachs (je 7 Prozent) schafft es unter die Top Fünf. Und auch die Gans (6 Prozent) hat im einen oder anderen Haushalt noch einen Auftritt nach Martini.

Und zum Jahreswechsel

Raclette und Feinkost zählen auch zum Jahreswechsel, also dem letzten Dinner des Jahres, zu den Lieblingen der heimischen Küchen, die Herkunft spielt dabei eine wichtige Rolle. Wir essen nicht einfach Aufschnitt sondern zum Beispiel Lende, Speckdatteln oder Rohschinken aus der Vulcano Schinkenmanufaktur. Ein richtig gutes Stück Fleisch, etwas Außergewöhnliches, was man nicht jeden Tag isst, steht ebenfalls ganz oben auf dem Menüplan. Es kommt aber nicht einfach aus dem Supermarkt, sondern zum Beispiel direkt aus dem Hausruckviertel (Hausruck Wagyu), aus ehrlicher Landwirtschaft, wo jedes Tier auch einen Namen hat.