Die Wintergerste am Bio-Kräuterhof Aufreiter in Oberösterreich ist als wertvolles Nahrungsergänzungsmittel vor allem in der Fastenzeit gefragt.

Gerstengras, Frau mit Gerstengras, Glas mit Gerstengras

Michaela Aufreiter ist Kräuter-Biobäuerin und Gerstengrasexpertin. ©Bio-Kräuterhof Aufreiter

Wie Michaela und Hans Aufreiter zum Gerstengras kamen? „Wie so oft im Leben hat der Zufall Regie geführt,” erzählt mir Michaela. “Unser Masseur im Ort betreut vor allem Profiradsportler. Er fragte uns ob wir nicht Gerstengras anbauen können, schließlich schwören seine Kunden auf das Nahrungsergänzungsmittel aus der jungen Gerste zur Entsäuerung der Muskeln und für die Aufnahme von Sauerstoff und er müsse es aus Deutschland importieren.”

„Das tut den Leuten gut, kannst du das nicht auch machen?“

Ein basisches Lebensmittel

Der erste Samen war damit in den Köpfen der Aufreiters und der wurde rasch zu einem Keimling der wuchs und gedieh. Sie begannen sich 2012 intensiv damit auseinanderzusetzen, was Gerstengras ist und was es kann. Die erste Frage war leicht beantwortet: Es ist genau das, was der Name verrät. Nämlich junge Gerste oder vielmehr das Gras. Üblicherweise wird es sechs Wochen nach dem Anbau bereits geerntet. Die Aufreiters geben dem Gras hingegen viel Zeit, richtig stark zu werden. „Wir bauen Wintergerste an, die im Mai geerntet wird. Damit ist die Qualität besser, weil das Gras länger am Feld steht, mehr Zeit in der Natur verbracht hat und auch mehr Möglichkeit hatte Nährstoffe aufzunehmen,“ erläutert Michaela. Von der Vegetationszeit her ist der Winter zudem in der Region perfekt, da es genug Niederschlag und damit Feuchtigkeit gibt.

Was kann Gerstengras?

Bio-Gerstengras aus heimischer Landwirtschaft. ©Bio-Kräuterhof Aufreiter

Gerstengras ist ein basisches Lebensmittel. Es entsäuert und versorgt den Körper gleichzeitig mit Nährstoffen wie Magnesium, Vitamin C, B2, B 12, Calcium.  Fein vermahlen nimmt der Körper es gut auf. „Es ist bestens verträglich, da Gerste eine bei uns heimische alte Kulturpflanze ist, die in der Evolution mit dem Menschen mitgewachsen ist,“ so die Biobäuerin und Kräuterexpertin. „Wir haben Kunden, die sagen, man kennt das gleich an Haut und Haar und es wirkt Wunder bei Gelenksentzündungen.“ Es ist aber auch ein Superfood für den Darm. Gerstengras ist ein wichtiger Bestandteil vieler Darmreinigungsprogramme und Darmkuren. Japanische Wissenschaftler fanden in einer Studie heraus, dass Gerstengrasextrakt die Darmflora aktiviert und vorhandene Gifte im Darm verringert. 

Gerstengras muss ganz fein sein

Eine Herausforderung war das Mahlen der Gerste, schließlich muss das Gerstengras zu einem ganz feinen Pulver werden. „Und das war dann doch schwieriger als vorerst angenommen. Wir haben lange Zeit geforscht und schließlich eine Kräutermühle gefunden, die unser Gerstengras in einem besonderen, gekühlten Verfahren zu Pulver verarbeitet.“ 

Essen oder Trinken?

Das ist bei Gerstengras Geschmacksache. Man kann es einfach in Wasser geben und Trinken. An den Geschmack muss man sich allerdings gewöhnen. Für Einsteiger bietet es sich an, etwas Apfelsaft mit Wasser zu verdünnen. Oder man gibt es einfach zum Joghurt. In der ersten Woche empfiehlt die Gerstengrasexpertin nur einen Teelöffel pro Tag, je nachdem, wie man sich fühlt.

Michaela Aufreiters Zubereitungstipp:
1-3 Teelöffel Gerstengras in ca 200ml Wasser oder Fruchtsaft auflösen und trinken. Schmeckt auch wunderbar in Smoothies und Eiweiß-Shakes!

Es gibt übrigens nur wenige heimische Gerstengrasproduzenten. Der Bio-Kräuterhof Aufreiter bietet das Gerstengras in Bioqualität auch in Kapseln an.

Weitere Produkte im Sortiment Bio-Krätuerhof Aufreiter sind Kräuter, Kräutersalze, Tees …