Ostern wird in diesem Jahr ein Fest im kleinen Familienkreis. Der Osterhase könnte aber dafür extra große Eier bringen. Gefunden im Straußenland Kamptal. 

Sie sind groß, schnell aber nicht sehr schlau. Das Gehirn der Strauße ist nur rund 40 g schwer. ©Straußenland Gärtner

Wussten Sie, dass so ein Straußenei rund zwei Kilo wiegt und so robust ist, dass ein 150 kg schwerer Vogel Strauß darauf stehen kann, ohne dass es zerbricht? Osterbräuche wie Eier ausblasen und bemalen, oder Eierpecken, bekommen da gleich eine andere Dimension. Wie kommt man aber überhaupt auf die Idee Strauße zu züchten? Das ist eine lange Geschichte, die Rainer Gärtner gerne erzählt. Normalerweise macht er das für Gruppen im Rahmen von Führungen im Straußenland. Aber die sind zur Zeit natürlich ebenso abgesagt wie der Ostermarkt.

Familie Gärtner im Staußenland

Familie Gärtner hält im Straußenland rund 300 Laufvögel. ©Straußenland Gärtner

Die Lockvögel

Ursprünglich hatte sich Gärtner auf die Truthahnzucht spezialisiert. Weil ihn Vögel und auch Pflanzen schon immer fasziniert haben. Das war 1967. Damals beschäftigte er sich mit der Aufzucht hochwertiger Truthühner von Eintagsküken bis mehrwöchigen Jung-Truthühnern und Schlachtputen.  In den 80iger Jahren musste er den Vertrieb umstellen und entschied sich die Truthühner Ab-Hof zu vermarkten. Ihm war klar, dass er dazu eine Attraktion am Hof bieten musste. Quasi einen Lockvogel. Diese Überlegung brachte Rainer Gärtner zu den größten Vögeln der Welt, den Straußen. Er reiste nach Südafrika und brachte befruchtete Eier mit nach Österreich, brütete sie aus (natürlich nicht selbst, sondern der Brüterei) und war erfolgreich. Wobei das natürlich die Kurzfassung der Geschichte ist. Seit 1993 gibt es das Straußenland in Schönberg am Kamp. Auf ca. 16 ha laufen rund 300 Strauße, Nandus, Emus, Gänse und Truthühner herum. Und weil die verschiedenen Tiere, auch wenn sie nicht fliegen können, viele Eier legen, gibt es hier besondere Produkte für alle auf der Suche nach Ostergeschenken.  Zum Beispiel eine Lampe, ein Sparschwein oder ein Straußenei als Vogelhäuschen. 

Ganz viel Inhalt  

Ein Straußenei entspricht rund 20 Hühnereiern. Und daraus stellt Familie Gärtner neben Nudeln auch
Eierlikör und Eierlikör-Zuckerln her. Das Fleisch des Strauße wird zu Rohschinken, Schmalz, Grammeln oder Creme für rissige Haut verarbeitet. Und dann gibt es auch noch schwarze Eier. Die werden von Emus gelegt. Die Größe entspricht rund 10 Hühnereiern. So ein frisches Ei ist übrigens einen Monat haltbar. Und Eier braucht man immer. Zum Kuchen backen oder für die Familienfrühstücks-Eierspeise. Übringens ist das Straußenland Gärtner bereits seit 20 Jahren zertifizierter Biobetrieb.

Im Straußenland Gärtner gibt es Köstliches für die Osterjause und der Osterhase findet garantiert ein Geschenk!