Holz ist ein großartiger Baustoff. Das beweisen die Bauernladen Produzenten, die sich dem natürlichen Rohstoff verschrieben haben, besonders eindrucksvoll.

Herz aus Holz in Holzscheiten

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Österreich ist ein Waldland. 172.000 Betriebe und Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette Forst-Holz-Papier sichern Arbeitsplätze für rund 300.000 Menschen in Österreich. Der Produktionswert der heimischen Forst- und Holzwirtschaft betrug 2019 rund 2,4 Milliarden Euro. Für viele Menschen steht Holz als natürlicher Rohstoff im Mittelpunkt ihres Schaffens.

Natürlich Holz

Das Wort Holz liefert eine Menge an Assoziationen. Holz ist ein wichtiger Energielieferant. Wir bauen mit Holz, leben in und mit Holz. Vom Boden über die Tür bis zum Kochlöffel, dem Spielzeug, Musikinstrumenten und der Zeitung, … Selbst im Sport wird wieder auf Holz gesetzt. Ski, Fahrräder, Skateboards, … Holz wohin man blickt. Holz ist aber auch omnipräsent in den vielen kleinen Dingen des alltäglichen Lebens, Dekogegenständen und Gadgets. Seine Wärme und Lebendigkeit macht jeden Gegenstand zu etwas Besonderem.

Holz liegt im Trend

Das beweist zum Beispiel die Firma Holzkitz aus Linz. Sie verarbeitet den natürlichen Werkstoff zu außergewöhnlichen Brillen und Fliegen (wir haben berichtet: Zurück zur Natur). Mit Mode haben die Produkte von Timberra nichts zu tun, dennoch liegen sie absolut im Trend – also im Gartentrend. Timberra Hochbeete werden ausschließlich aus dem Holz der Kärntner Tauernlärche gefertigt. Sie wächst in der Region Hohe Tauern in über 1000 Metern Seehöhe, ist besonders hart und widerstandsfähig. Im Werk im Mölltal erfolgt die handwerkliche Verarbeitung. Ohne Leim, ohne Nägel. Das Holz bleibt unbehandelt! Die einzelnen vorgefertigten Holzbauteile werden ineinander geschoben. „Das ist ein bisschen wie Mathador für Erwachsene.“ Das speziell entwickelte und patentierte Verbundsystem sorgt für eine Verbindung, wie sie die Natur nicht hätte besser machen können. Und es braucht keine Plastikfolie!

Holz am Gaumen

Auch Holz und Gaumenfreuden passen zusammen. Wie? Denken Sie nur an einen feinen Zirbenschnaps. Die noch voll im Saft stehenden roten Zirbenzapfen werden in Alkohol fünf bis sechs Wochen eingelegt. Das gefilterte Zirbenmazerat wird noch ein wenig mit Bienenhonig gesüßt und das Ergebnis ist der wunderbar nach Wald, Bäumen und Harz schmeckende Schnaps. Es geht aber auch weniger „alkoholvoll“. Die beruhigenden Stoffe von Zirbenholz, seine messbar positive Wirkung auf Kreislauf und auf das Wohlbefinden, seine schlaffördernde Wirkung macht sich auch Harald Manninger zu eigen. Ein wunderbares Geschenk ist seine Zirbenholzkugel auf der Glaskaraffe. Das Wasser wird in der Karaffe natürlich belebt, nimmt nach rund 20 Minuten den Geschmack des Zirbenholzes auf. Und dann gibt es ja da noch all die Winzer und Destillateure, die ihre guten Tropfen in Barriquefässern heranreifen lassen. Sie haben es nämlich auf die Tannine (Gerbstoffe) der Eichenfässer abgesehen, die dem Wein oder Destillat noch einmal eine besondere Note verleihen sollen. Und schließlich werden aus den Weinfässern spezieller Jahrgänge ganz besondere Kochlöffel gefertigt. The Cooking Spoon verleiht so einem Fass noch mal ein neues Leben und den Gerichten eine besondere Note.

Holz für den letzen Schliff

Holz ist edles Verpackungsmaterial und lässt den Produzenten viel Raum für Kreativität. So steckt der Birnenlikör im Glastank im Feuerwehrauto aus Holz, der Quittenlikör ist Teil eines Flugzeugholzkonstrukts und der Pflaumenlikör ist in einem Glasbehälter auf einem Segelschiff 3-Master aus Holz befestigt. Edle Weine präsentieren sich in edlen Holzboxen, aber auch Pesto, Honig, Aufstriche und Marmeladen werden in Holzkistchen zu liebevollen Geschenkboxen zusammengestellt. 

Gewachsen im Licht des Waldes

In all diesen Produkten steckt handwerkliches Können und Herzblut. Sie sind ein Teil der regionalen Wertschöpfung und stehen für einen behutsamen Umgang mit der Natur. Jedes Stück Holz ist einzigartig. Mit Knorren, Wunden und Adern. Wahrscheinlich liegt es uns auch deshalb besonders am Herzen.