Halloween muss nicht grauslich schmecken, wie Karla mit ihren selbst gebackenen Hexenfingern beweist. Da steckt garantiert kein „Horror“ drin!

Mädchen mit Henxenfinger-Keksen in der Hand

Karla und ihre Hexenfinger. Dafür braucht man nur Mehl, Butter, Eier, Zucker, Himbeermarmelade und Mandeln. Also fast alles heimische Zutaten. ©Andrea Knura

Nur noch wenige Tage bis Halloween! Bevor in den Supermärkten die Nikoläuse aus Schokolade Spalier stehen, sind jetzt erst einmal Gummispinnen, -schädel, Hexenfinger und allerlei Kürbisfratzen an der Reihe. In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November heißt es wieder „Süßes oder Saures“. Da wären wir auch schon beim Thema Naschereien. Was gibt es da nicht für glibberige, mit Farb- und Konservierung- und anderen gruseligen Stoffen vollgepumpten Halloween Süßigkeiten. Fruchtgummi, Körperteile in Blutsoße, Gummi-Glupsch-Augen, … lehren uns kulinarisch schon vor der Geisterstunde das Fürchten. Dabei gibt es gesündere Alternativen, deren Zubereitung auch noch jede Menge Spaß macht.

Hexenfinger

  • 330 g Mehl, 175 g weiche Butter, 100 g Zucker, ein Ei und etwas Salz rasch zu einem glatten Teig verarbeiten. In Frischhaltefolie gepackt mindestens 30 Minuten kühl rasten lassen.
  • Ofen auf 180 °C Umluft vorheizen. 
  • Aus dem Teig dünne Rollen zu Fingern formen. Mit einem Messer an den breiten Stellen Rillen machen – so wie Finger eben aussehen. Ein wenig Himbeermarmelade auf das “Nagelbett” geben und eine Mandel als Fingernagel daraufdrücken.  
  • Ca. 15 Minuten backen. Auskühlen lassen und vom Blech nehmen.
  • Tipp: Wenn man ein wenig Vollkornmehl nimmt (kann man einfach mit weißem Mehl mischen),  werden die Finger noch gruseliger.

Blutige Hexenfinger

Unser absoluter Favorit aus der eigenen Halloweenküche sind die gruseligen Hexenfinger. In den länglich geformten Mürbteigfingern stecken Nägel aus Mandeln und eine dunkle Marmelade sorgt für den blutigen Touch. Aus Mürbteig lässt sich natürlich mit dem richtigen Ausstecher noch so allerlei Gruseliges wie  Fledermäuse, Gespenster und Kürbisfratzen zaubern. Für fantastischen Knochengebilden eignet sich eine Baisermasse, die man ganz hell bäckt, also eher trocknen lässt. Denn auch Geister haben weiße Knochen. Aus in weißer Schokolade getunkten Lebkuchenteig entstehen entzückende weiße Gespenster. Besonders cool finden Kinder, auch Mumienwürstchen. Alles, was man dazu braucht, sind Fleisch- oder Veggiwürstchen und Blätterteig. Der wird ganz einfach in dünne Streifen geschnitten, die Würstchen damit umwickelt und im Ofen gebacken. Zum Schluss gibt es noch einige Tupfer aus Senf oder Ketchup fürs Gesicht. Eine nette Idee sind auch Pizza-Fratzen. Aus dem Teig werden kleine, runde Scheiben ausgestochen. Die Tomatensoße ist natürlich das Blut zum Bestreichen. Die schwarzen Augen werden mit Oliven gemacht und aus Käsestücken die Zähne. Der Fantasie sind auch in diesem Fall keine Grenzen gesetzt.

 

BIO Halloween Pumpkin Spice Latte

Die guten Zutaten für die Hexenküche findet man natürlich auf bauernladen.at von heimischen Produzenten. Wer explizit das Wort Halloween in unsere Suchmaschine eingibt, wird auf ein besonderes Getränk von „Ehrenwort Genussmomente“ aus Wien stoßen – den BIO Halloween Pumpkin Spice Latte. Zusätzlich zu den typischen Kürbis-Gewürzen wie Zimt, Muskatnuss oder Ingwer ist in dieser aromatischen Mischung das Kürbispulver gleich mit drin. Nur einen Teelöffel Pumpkin Spice Latte Gewürz mit Espresso und heißer, aufgeschäumter Milch vermischen. Nach Belieben gesüßt und mit einer Zimtstange dekoriert ist dieses würzige Heißgetränk nicht nur zu Halloween ein Genuss. 

Nein, es waren nicht die Amerikaner

Das heidnische Fest hat seinen Ursprung in Irland und Schottland. Die Kelten feierten an diesem Tag ihre Ernte, den Einzug des Viehs in die Ställe und den Start in ein neues Kalenderjahr. Sie glaubten, dass sie in dieser Nacht die Geister der Verstorbenen und andere überirdische Wesen heimsuchten. Um diese versöhnlich zu stimmen, stellten sie kleine Geschenke und Essensgaben nach draußen. Zum Vertreiben der Dämonen zündeten sie Feuer an und verkleideten sich mit Tierköpfen und Fellen. Der Name Halloween ist allerdings älter als der Brauch an sich und leitet sich ab von „All Hallows Eve“, dem Vorabend von Allerheiligen. So bezeichnete die Kirche im Zuge der Christianisierung dieses heidnische Fest. 

Irische Einwanderer brachten Halloween in die USA und nach Kanada. Irgendwann schwappte dieser Brauch dann auch nach Kontinentaleuropa über und seither spukt es in der letzten Oktobernacht auch bei uns.