Wer mehr Nüsse isst, lebt länger und is(s)t schlauer. Denn Nüsse sind wahre Nährstoff-Wunder, sie sind gesund, stärken das Herz und machen sogar schön.

Die Walnuss enthält bis zu 15 bis 25 Milligramm Polyphenole auf einem Gramm.©Andrea Knura

Ein guter Vorsatz für 2021: Mehr Nüsse essen. Schon eine tägliche Nussration von 20 Gramm könnte das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und offenbar auch für Diabetes sowie Infektionen vermindern, sagt die Wissenschaft. Und das ist leicht machbar denn, eine Haselnuss wiegt circa 1 Gramm, ein Wallnusskern rund 3 Gramm. Die Königin unter den heimischen Nüssen ist die Walnuss. Ihr B-Vitamin Komplex ist gut für die Nerven, das enthaltene Zink kräftigt Haut und Haar. Für so eine Nuss spricht also nicht nur, dass sie gut schmeckt. Sie ist auch extrem gesund. Hinter der harten Schale hat die Natur auf kleinstem Raum ein Maximum an Nährstoffen versteckt. Hochwertiges Eiweiß, Ballaststoffe, Magnesium und Vitamin E für ein starkes Immunsystem. Omega-3-Fettsäuren haben einen positiven Effekt auf den Fettstoffwechsel und unterstützen die Gehirnleistung. Sie sind vor allem reichlich in Walnüssen (41 g/100 g) aber auch in Pinienkernen (23 g/100 g) enthalten.

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Walnüsse sehen also nicht nur aus wie kleine Gehirne, sie schärfen tatsächlich den Verstand. Sie enthalten ein Konzentrat an bioaktiven Stoffen wie Kupfer, Vitamin E, Melatonin und Alpha-Linolensäure, die es auch bis ins Gehirn schaffen. Jüngste Studien heben Inhaltsstoffe hervor, die man sonst eher mit Schokolade, Rotwein und grünem Tee verbindet, nämlich die Polyphenole. Sie gelten als Radikalfänger und schützen den Körper vor oxidativem Stress. Die Walnuss enthält 15 bis 25 Milligramm Polyphenole auf einem Gramm. Und das ist mehr als in Rotwein und Apfelsaft.

Nicht jede Nuss ist eine Nuss

Von der Walnuss bis zur Pistazie, von der Mandel bis zur Cashewnuss. Wir machen da keinen Unterschied. Alles Nüsse. Dem ist jedoch nicht so. Botanisch gesehen sind Nüsse Schließfrüchte, die komplett von einer Fruchtwand umgeben sind. Diese muss aus drei Schichten bestehen, die miteinander verwachsen sind. Die Nuss, die wir essen, ist der Samen der Frucht. Alle Früchte deren Hülle weniger als drei Schichten aufweist, oder die sich von alleine öffnen, sind keine Nüsse. Also richtige Nüsse sind Walnuss, Haselnuss, Macadamianuss und Maroni. Auch der Samen der Hanfpflanze, die Hanfnuss, ist botanisch gesehen eine Nuss. Die Erdnuss gehört zu den Hülsenfrüchten, die Mandel, die Pistazie, die Kokos- und die Pekannuss zu den Steinfrüchten, die Paranuss zu den Kapselfrüchten und die Cashewnuss zu den Kernen.

Pur oder noch mehr Geschmack

Die Vielseitigkeit der kleinen Frucht mit der harten Schale stellen einige unserer Produzenten auf Bauernladen geschmackvoll unter Beweis. Erst mal gibt es die Nuss ganz pur – beispielsweise ausgelöste Walnüsse aus dem burgenländischen Seewinkel und der Steiermark oder ungeschälte Hanfnüsse. Die Nuss steckt in vielen bekannten und traditionellen Produkten. Hier steht dann aber der Genuss im Vordergrund und nicht mehr die Gesundheit. Wobei so ein Nusslikör zur Verdauung oder ein  Haselnusskorn von der Destillerie Stelzl: Nach alter Rezeptur hergestellt, ein richtiger „Klarer“. In der Nase sehr duftig und anregend, am Gaumen nach gerösteten Haselnüssen und Nougat mit einem langen verspielten Abgang. Unsere Produzenten verfeinern aber auch handgeschöpfte Schokolade, Honig, Marmeladen und Aufstriche mit den unterschiedlichsten Nüssen.

Pikant oder süß genießt man Schwarze Nüsse. Das sind grüne Walnüsse in süß-saurem Sirup eingelegt, mit Balsamico-Essig verfeinert; passt zu Wildgerichten, Käse, Pasteten, Salat, Rohschinken aber auch zu Vanilleeis.  Also einfach neugierig sein auf die vielen nussigen Köstlichkeiten unserer heimischen Produzenten und schon mal schlau, nämlich regional, einkaufen.