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Wie Sie Ihren übrig gebliebenen Vanillekipferln und Zimtsternen noch schnell zu neuem Leben verhelfen, bevor Sie zur Frühjahrsdiät schreiten.

Weihnachten war nicht erst vorgestern, alle Familienmitglieder sind aber immer noch satt bis obenhin und keiner kann auch nur mehr einen Keks essen? Dann stehen Sie vor der jährlich wiederkehrenden Herausforderung: Was tun mit den noch vorhandenen Weihnachtskeksen? Wegwerfen oder einfrieren sind keine Option? Dann  haben wir ein paar Tipps zur Weiterverwendung, mit denen Sie garantiert punkten werden und nichts zur Lebensmittelverschwendung beitragen – schließlich wird in Österreich bereits jährlich ein Lebensmittel-Müllberg von 157.000 Tonnen angehäuft, der rund eine Milliarde Euro wert ist.

Englischer Schichtgenuss

Vergessen Sie den Brexit für eine Minute und werfen Sie einen kulinarischen Blick ins royale Land. Dort hat man nämlich seit jeher durchaus gute Ideen in Sachen Keks-Upcycling, die sich kostenfrei importieren lassen. Eine davon trägt den Namen Trifle. Dabei handelt es sich um ein englisches Schichtdessert. Dafür bröselt man Zimtsterne, Vanillekipferl oder andere Mürbteigkkekse in Dessertgläser, beträufelt sie danach mit Likör, schichtet darüber eine Pudding- oder Topfenceme und vollendet das Ganze mit Früchten. Wie viele Schichten Sie so bauen, das überlassen wir Ihrer Fantasie. Und apropos Brösel: Keksbrösel lassen sich mit flüssiger Butter vermischt auch perfekt für einen Kuchenboden verwenden, den man in eine Springform drückt und beispielsweise mit einer Topfencreme toppt.  Zum Kuchen backen haben Sie jetzt echt keine Lust? Verstehen wir. Wie wäre es, die Keksstreusel einfach als Topping über Joghurt oder Eis zu streuen?

Der Klassiker Cheese-Cake: lässt sich bestens auch mit Keks-Bröseln als Boden machen. © Wikimedia Commons

Spekulatius zum Streichen

Seien wir uns mal ehrlich: Wer braucht Nutella, wenn er sich einen Spekulatius-Aufstrich auf das Frühstücksbrot streichen kann? Wir nicht, deshalb empfehlen wir Ihnen, das folgende Rezept auszuprobieren: Machen Sie zuerst aus den Spekulatius mit Hilfe eines Mörsers oder Mixers ein möglichst feines Pulver. Vermischen Sie das dann mit flüssigem Schlagobers sowie einem kleinen Stück zerlassener Butter und rühren Sie das Ganze zu einer glatten, streichfähigen Masse. Wer mag, süsst den Aufstrich mit Honig und würzt ihn je nach Geschmack mit Zimt, Anis, Nelken, Muskatnuss oder Kardamom. In Einweckgläsern hält der Brotaufstrich im Kühlschrank problemlos über mehrere Wochen.

Lebkuchen im Rotkraut

Ausgetrocknete Lebkuchen liegen auch noch rum bei Ihnen? Wunderbar, die machen sich perfekt in allen herzhaften Speisen, zum Beispiel in Rotkraut, verleihen aber auch Wild eine würzige Note. Reiben Sie ein kleines Stück ohne Zucker oder Schokoüberzug, weichen sie es zehn Minuten in Wasser, Milch oder Obers ein, rühren sie die Raspeln dann unter die Sauce, kochen Sie sie eine Viertelstunde mit und seihen Sie sie dann ab. Die eingeweichte Lebkuchenmasse können Sie übrigens auch perfekt als Füllung in Bratäpfeln verwenden.

Arme Ritter aus Christstollen

Auf keinen Fall entsorgen sollten Sie auch den übrig gebliebenen Christstollen. Richtig gelagert und verpackt hält der zwar ohnehin über Monate, aber ist er erst einmal angeschnitten, trocknet er schnell aus. Und genau dann eignet er sich bestens für eine winterlicher Arme Ritter-Variante. Sie erinnern sich, das ist das einfache Gericht aus altem Weissbrot oder Semmeln. Für unsere Variante heißt es wieder einweichen – diesmal die Stollenscheiben für fünf bis 10 Minuten in einer Mischung aus Eiern und Milch. Dann werden sie in Butterschmalz auf beiden Seiten goldbraun gebraten und schon geht es ans Genießen. Perfekt dazu passt übrigens Apfel- oder Zwetschgen-Kompott.

Nikoläuse zum Schlürfen

Bleiben noch die Reste von den Schoko-Nikolos und dem Schoko-Christbaumschmuck. Auch da haben wir eine Upcycling-Idee, die Sie mögen werden. Wie wäre es beispielsweise mit einer heißen Trinkschokolade – besonders zu empfehlen nach einem langen Winterspaziergang. Gut macht sich die Schokolade auch in selbst gebackenen Kuchen oder Muffins. Nicht schon wieder Kuchen? Wie wäre es dann, die Schokolade zu schmelzen und Cornflakes damit zu überziehen? Oder nach ein paar Wochen, wenn der Gusto wiederkommt, Freunde zu einem Schokoladen-Fondue einzuladen? Dazu schmelzen Sie die Schokolade und verfeinern sie mit einem Schuss Cremelikör oder Obstbrand. So gut kann weihnachtliches Upcycling schmecken!