Wegwerfen oder ins Gesicht schmieren? Das ist die Kern- bzw. Restefrage, die man sich beim Einkochen von Holundermarmelade oder -gelee stellen muss.

So ein Hollerpeeling macht die Haut zuerst rot und dann jugendlich frisch. ©badavidson

Das Gute ins Töpfchen, oder halt in Gläser. Und das “Schlechte”, also Kerne und Schalenreste?  Die landen meistens im Biomüll. Das ist ein großer Fehler! Denn dieser Müll hat es echt in sich. Da wäre der violette Farbstoff Sambicyanin. Dieser sekundäre Pflanzenstoff befindet sich überwiegend in den Schalen der Beeren und ist ein effektiver Radikalfänger. Aufgrund des hohen Anthocyane-Gehaltes ist Holler aber das ideale Anti-Aging Mittel bei reifer und spröder Haut. Und er bietet in der kälteren Jahreszeit ein effektives und natürliches Fruchtsäurepeeling. Aber Vorsicht: Holler färbt, und zwar nicht wenig. 

Holler – Was für ein Beauty-Mittel

Neben Sambicyanin und Vitamin C enthalten die Beeren Vitamin A, B1 und B2 und Gerbstoffe. Mein Tipp für einen wundervollen Hollerkern – Haut-Detoxtag: Die vom Kochen übrig gebliebenen, ausgekühlte Hollerkerne (es klebt noch genug Fruchtfleisch auf den Kernchen) auf Dekolleté, Hals und Gesicht auftragen und rund zehn Minuten wirken lassen. Dann diese Peelingmasse mit angefeuchteter Hand sanft in die Haut massieren. Wenn man eine stärkere Wirkung erhalten möchte, kann man ein wenig Bio-Honig dazu mischen. Wenn das Fruchtfleisch gänzlich von der Haut „gegessen“ wurde, den Rest mit lauwarmen Wasser von der Haut entfernen. 

Hollerkoch bzw. Hollermarmelade ist nicht nur sehr schmackhaft sondern aufgrund des hohen Gehaltes an Vitamin C, Eisen und Kalium ein altes und traditionelles Heilmittel. Es gibt drei Holunderarten: Den schwarzen Holunder, der üblicherweise verarbeitet wird (reife Dolden sind fast schwarz und hängen nach unten); den Zwergholunder oder Attich sowie den Hirschholunder mit den roten Beeren. Hollerbeeren, sind roh genossen leicht giftig und können Erbrechen, Durchfall sowie Magenschmerzen verursachen. Sobald sie jedoch über 80°C erhitzt werden, löst sich der toxische Anteil auf.

Und dies ist der Moment, in dem Sie lieber alleine sein sollten, da ihre Haut garantiert in den schönsten Lilatönen erstrahlt. Das Peeling fördert die Durchblutung, glättet und hinterlässt aufgrund der Anthocyane eine violette Farbe, die aber nach und nach in die Haut einzieht. Das kann allerdings ein wenig dauern. Wer es eilig hat, kann zum Joker greifen: Einfach mit den Bio-Zitronenschalen die Haut abrubbeln oder auf ein Wattepad Zitronensaft tropfen und damit das Gesicht nachwischen. Zitronensaft reinigt. Und aufgrund ihres hohen Vitamin C Gehalts schützt sie die Haut vor Schäden und beugt Falten vor.

Hollerlippen muss man küssen

Die Hollerkern-Masse bietet aber auch ein ideales Lippenpeeling und zaubert ohne Lippenstift einen wunderschönen roten Kussmund. Sie hilft auch bei Herpes, hier mit wenig Bio-Honig (so dass es eine dickflüssige Masse wird) vermengen und auf die Lippen streichen. Nach circa fünf Minuten den Rest von den Lippen einfach wegessen.

Noch mehr Tipps wie man Kochreste nachhaltig für die Schönheit einsetzt finden Sie auf

www.bydavidson.at

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