Haarseifen pflegen, reinigen und sind (fast ganz) ökologisch abbaubar. Sabines Seifen hat sich diesen sauberen Stücken Regionalität verschrieben.

Sabine Mischinger mit Schutzbrille bei der Herstellung von Seifen

Jede Seife (Sabines Seifen) wird von Sabine Mischinger liebevoll handgemacht. ©Sabines Seifen

Der Umstieg vom herkömmlichen Shampoo zum natürlichen Seifenstück ist für viele ein sehr großer Schritt. „Woran liegt das?“ , fragen wir Sabine Mischinger, die dem alten Handwerk des Seifensiedens nachgeht. In ihrer kleinen Seifenwerkstätte in Kitzeck produziert sie unter der Marke „Sabines Seifen“ hochwertige heimische Waschstücke für Haut und Haar.

Eine Frage der Zeit

„Es fehlt ganz einfach an Geduld“, erklärt uns die engagierte Seifensiederin. „Mit Seife gewaschenes Haar fühlt sich zuerst einmal anders an als ein mit herkömmlichem Shampoo gewaschenes Haar. Seife entfettet Kopfhaut und Haar sehr stark, dadurch ist es anfänglich trockener, manchmal sogar strohig. Nach und nach passt sich die Fettproduktion aber der Kopfhaut an.“ Dieser Heilungsprozess braucht einfach Zeit.

Durch die Verwendung von konventionellen Shampoos fügen wir Haar und Kopfhaut eine große Menge an synthetischen Tensiden und Silikonen zu. Oberflächlich gesehen tut dies unserem Haar erst mal gut. Silikon beispielsweise legt sich wie ein Film um jedes einzelne Haar und macht es glänzend und leicht kämmbar.

Versiegelt und zugepflastert geht nicht

Was viele jedoch nicht wissen. Silikon versiegelt das Haar und trocknet es noch stärker aus (Build-Up Effekt). Schäden werden nur überdeckt und nicht an der Wurzel bekämpft. Schlimmer noch, auch die Kopfhaut wird chemisch „zugepflastert“. Diese kann ihrer Funkton als ausleitendes Organ nicht mehr nachkommen. Der Versuch unseres Körpers, die Giftstoffe auf andere Weise abzubauen, führt oft zu Reizungen der Haut bis hin zu Hauterkrankungen.

Am Anfang heißt die Devise „Ausprobieren“

Denn die mit verseiften Ölen reinigenden Haarseifen sind einmal mehr oder weniger überfettet. Die empfohlene Überfettung der Seife, mit der die meisten Haare klarkommen, liegt zwischen drei und fünf Prozent. Feines, glattes und eher fettendes Haar benötigt eine weniger hoch überfettete Haarseife als dickes, lockiges und trockenes Haar.

Die richtige Verwendung von Haarseife

Es geht ganz einfach – dennoch muss man Folgendes beachten: 

  • Zuerst einmal müssen Seife und auch Haare gut durchfeuchtete sein. 
  • Die Seife in den Händen oder direkt am Haar mit kreisenden Bewegungen aufschäumen und auf der Kopfhaut und am Ansatz einmassieren. 
  • Es ist sehr wichtig, dass die Seife richtig schäumt und der Schaum wirklich alle Haare erreicht. Also immer mal wieder etwas Wasser über die Haare oder die Seife laufen lassen.
  • Danach ist das sorgfältige Ausspülen besonders wichtig, damit das Haar nicht klebrig oder kraftlos wirkt. Um bei längerem Haar das Durchfrisieren zu erleichtern, ist es von Vorteil, die Haare zuerst anzutrocknen und erst danach zu frisieren.

Kalk im Wasser 

Ist der Kalkgehalt des Wassers besonders hoch, führt das zur sogenannten Kalkseife, Seifenreste die sich in den Haaren sammeln. Die Haare fühlen sich dann schmierig, schwer und stumpf an. Hier kann aber eine saure Rinse, eine Spülung mit einem Schuss Essig helfen. Diese stellt zudem den leicht sauren pH-Wert der Haare wieder her, macht das Haar weich und geschmeidig, hilft dabei, die Schuppenschicht wieder zu schließen und macht die Haare glatter und kämmbarer.

Essigspülung (saure Rinse) – So funktioniert es:

1-3 EL Apfelessig oder Zitronensaft auf 1 Liter Wasser verwenden. Die Spülung in den Haarlängen verteilen aber die Kopfhaut vermeiden, da sie die Haut sonst wieder entfetten und zum schnellen Nachfetten anregt. Die Spülung im Haar lassen. Ach ja – und keine Sorge, der Essiggeruch verfliegt ganz schnell. 

Gut behandeln

Wenn man es richtig behandelt, ist so ein Seifenstück sehr langlebig: Die Seife nach jeder Haarwäsche gut trocknen und sie nicht in einem Schälchen in der „Wasserpfütze“ liegen lassen. Am besten man bewahrt sie in einem Seifenschälchen, auf einem Luffaschwamm oder in einem Seifensäckchen auf.

Überschäumende Regionalität

Natürlich sind Sabines Seifen mikroplastik-, palmöl- und silikonfrei. Sie verwendet ausschließlich hochwertige Pflanzenöle und reine ätherische Öle. Und: In Sabines Seifen mischen nur heimische Produkte mit: Ringelblumen, Honig, Propolis, Süßmolke der Käserei Fischer aus Kitzeck, Salzquellwasser aus Bad Ischl, Öle aus der Region, Weine aus der Südsteiermark, Safran aus der Weststeiermark.

Also durchhalten, irgendwann fetten die Haare nicht mehr so schnell nach und man wird belohnt mit kräftigem, natürlich schönem Haar. Nicht nur unserem Körper, sondern auch der Umwelt tun wir damit etwas Gutes!

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