Bärlauch bringt Frühlingsfrische direkt auf den Teller und inspiriert auch heimische Manufakturen. Was man alles aus/mit Bärlauch machen kann?

Bärlauch

©Canva

Wenn im Wald plötzlich ein würziger, knoblauchartiger Duft in der Luft liegt, ist es soweit: Der Bärlauch ist da. Kaum ein Wildkraut steht so sehr für den kulinarischen Beginn des Frühlings wie das aromatische Grün, das Feinschmecker, Hobbyköche und regionale Produzenten gleichermaßen begeistert.

Grüner Teppich voller Aroma

Der Bärlauch (Allium ursinum), auch als wilder Knoblauch, Waldknoblauch oder Bärenknoblauch bekannt, zählt zu den ersten Wildpflanzen des Jahres. Bereits ab Ende Februar treiben seine schmalen, hellgrünen Blätter aus dem Boden – bevorzugt an schattigen, feuchten Stellen im Wald. Dort breitet sich das Lauchgewächs gerne großflächig aus und bildet dichte, leuchtend grüne Teppiche. Sein Name geht einer alten Legende zufolge auf Bären zurück: Nach ihrem Winterschlaf sollen sie sich mit dem würzigen Kraut stärken, um neue Energie zu tanken. Ob Mythos oder nicht – auch für uns Menschen ist Bärlauch ein willkommener Frühlingskick für die Küche. Am aromatischsten sind die jungen Blätter im frühen Frühling. Mit zunehmender Reife werden sie faseriger. Im Mai schmücken kleine, weiße Blüten die Pflanzen. Auch sie – ebenso wie Knospen, Stängel und Samen – sind essbar und überraschen mit intensivem Geschmack.

Sammeln mit Aufmerksamkeit

So verlockend das Sammeln im Wald ist: Beim Bärlauch ist Aufmerksamkeit gefragt. Einige Pflanzen sehen ihm ähnlich, sind jedoch giftig. Dazu gehören etwa Maiglöckchen, Herbstzeitlose oder der Aronstab.

Wer Bärlauch selbst ernten möchte, sollte daher einige Grundregeln beachten:

  • Blätter immer einzeln pflücken, nicht ganze Büschel abschneiden.
  • Die Blätter gründlich unter heißem, fließendem Wasser waschen, bevor sie verarbeitet oder eingefroren werden. Der Grund: Auf den Blättern können sich Eier des Fuchsbandwurms befinden, die gesundheitliche Probleme verursachen können.

Der milde Verwandte des Knoblauchs

Geschmacklich erinnert Bärlauch deutlich an Knoblauch – allerdings feiner, frischer und weniger intensiv. Gerade deshalb ist er ein vielseitiger Begleiter in der Frühlingsküche. Ob als Gemüse, im Salat, in Suppen oder als Pesto: Das Wildkraut verleiht zahlreichen Gerichten eine aromatische Note. Besonders beliebt ist Bärlauch auch in Aufstrichen, Knödeln oder Saucen. Und wer möchte, kann ihn als frische Alternative zu Knoblauch, Zwiebel oder Schnittlauch verwenden.

Kleine Pflanze mit großen inneren Werten

Neben seinem intensiven Aroma punktet Bärlauch auch mit wertvollen Inhaltsstoffen. Er enthält unter anderem Eisen, Kalium und Vitamin C. In der Naturheilkunde gilt er als verdauungsfördernd und wird traditionell mit positiven Effekten auf Blutdruck und Gefäße in Verbindung gebracht.

Seine leicht harntreibenden Eigenschaften und der hohe Vitamin-C-Gehalt machen ihn zudem zu einem beliebten Begleiter von Frühjahrskuren – ideal, um Körper und Küche aus dem Winterschlaf zu holen.

Bärlauch kreativ – Spezialitäten aus Österreich

Der würzige Frühlingsklassiker inspiriert auch zahlreiche heimische Produzenten zu besonderen Genussideen.

Kräuter- & Honigmanufaktur Moser – Bärlauch-Set

Ein Set für echte Bärlauchfans: Mit Bärlauchsalz, Bärlauchessig, Bärlauchöl und aromatischem Bärlauchpesto bringt diese Auswahl den frischen Geschmack des Frühlings direkt in die Küche. Ideal für Salate, Pasta, Aufstriche oder Gemüsegerichte.

Weizer Genuss Manufaktur – Minis in Öl mit Bärlauch und Knoblauch

Ein milder Frischkäse aus 100 % österreichischer Schafmilch, verfeinert mit Bärlauch und Knoblauch und in gentechnikfreiem Sonnenblumenöl mariniert. Hergestellt nach dem traditionellen Schulenburgverfahren und mit naturbelassenem Fettgehalt.

Baron de Sel – Wilder Bärlauch

„Frühling im Fläschchen“ verspricht die Mühlviertler Gewürzmanufaktur. Das handabgefüllte Bio-Gewürz bringt die aromatische Frische des Bärlauchs auf den Frühstückstisch und eignet sich perfekt zum Verfeinern von Brot, Salaten oder Kartoffelgerichten.

Schäffler Teigwaren – Bärlauch-Pappardelle

Feinste Pappardelle, veredelt mit frisch gepflücktem Bärlauch aus den Donau-Auen. Die saisonale Spezialität ist nur von Ende März bis Ende Mai erhältlich – ein echtes Highlight für Frühlingsgerichte.

Naturkäserei Sojer – Lechtaler Bärlauchkäse

Eine cremige Käsespezialität aus silofreier Heumilch. Weich, geschmeidig und mild im Geschmack – mit einer feinen Bärlauchnote, die perfekt zum Frühling passt.

Danke Bauer – Bärlauch Aufstrich und Kärntner Bärlauch Nudeln

Mit aromatischem Bärlauch, Kartoffeln und Zwiebeln – 100 % vegan! Für die  hausgemachten Kärntner Bärlauchnudeln werden ausschließlich natürliche Zutaten verwendet.

Übrigens: Das aromatische Wildkraut wächst nur wenige Wochen im Frühjahr und schmeckt frisch aus der Region am intensivsten. Spezialitäten von heimischen Produzenten unterstützen zudem lokale Betriebe und bringen den echten Geschmack der Saison direkt auf den Teller.

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