In der Schmankerlwerkstatt Edle Säfte Eberl steht nicht die Gleichförmigkeit im Mittelpunkt. Jeder Jahrgang ist anders, trägt seine eigene Handschrift.

Daniela Eberl inmitten ihrer ausgezeichneten Produkte. Tradition und Handwerk bestens und vor allem geschmackvoll vereint. ©Edle Säfte Eberl

Besonders beim Apfelsaft zeigt sich diese Philosophie eindrucksvoll: Statt auf reinsortige Säfte setzt man hier auf perfekte Cuvées. “Denn kein Jahr gleicht dem anderen. Zucker- und Säuregehalt, Sonnentage und Niederschläge – all das beeinflusst den Charakter der Äpfel,” so Richard Eberl. “Was andernorts als Schwankung gilt, ist für mich Inspiration.” Die Kunst bestehe darin, die unterschiedlichen Sorten so zu komponieren, dass ein harmonischer, ausgewogener Saft entsteht – lebendig, vielschichtig und ehrlich. Ein Apfelsaft, der nicht nach Schema F schmeckt, sondern nach Natur. Genau darin läge seine Edelheit.

“Saft zu machen ist ein leises Handwerk, eines, das Geduld braucht, Erfahrung – und vor allem Respekt vor der Natur.”

Mit Äpfeln jonglieren

Richard Eberl©Edle Säfte Eberl – Schmankerlwerkstatt

Vielfalt statt Einheitsgeschmack

„Einheitsbrei gibt es in der Natur nicht“, lautet die Überzeugung im Betrieb. Und so spiegelt das Sortiment die natürliche Vielfalt wider: Apfel-Karottensaft mit erdiger Süße, Apfel-Johannisbeere, Birnennektar, Erdbeersaft, klassischer steirischer Apfelsaft klar sowie naturtrüb oder fruchtiger Pfirsichnektar – jedes Produkt erzählt von sonnengereiften Früchten und sorgfältiger Verarbeitung. Bewusst Säfte zu genießen bedeutet für Daniela und Richard Eberl sich Zeit zu nehmen. Ein hochwertiger Fruchtsaft ist kein bloßer Durstlöscher. Er ist ein Lebensmittel mit Charakter, reich an Aromen, geprägt vom Boden, vom Klima und von der Sorgfalt jener Menschen, die ihn herstellen. Wer einen solchen Saft trinkt, schmeckt den Unterschied: die natürliche Süße statt zugesetztem Zucker, die feine Säure statt künstlicher Korrektur. Für den perfekten Saft kommen nur die besten Früchte in die Flasche. „Pflücken, waschen, pressen und heiß abfüllen, das muss schnell gehen, damit die Qualität absolut perfekt ist,“ erzählt Daniela Eberl. Die Rohware wird vollreif, per Hand gepflückt und kommt direkt vom Baum in die Flasche. Wie das geht? „Die Verarbeitung der Rohware befindet sich ebenfalls bei uns am Hof und wird von Christian Eberl, dem Bruder von Richard, übernommen.“ Gerade in einer Zeit, in der vieles standardisiert ist, wird Authentizität zum Luxus. Ein Saft, dessen Herkunft klar nachvollziehbar ist, schafft Vertrauen. Man weiß, wo die Früchte gewachsen sind, wer sie verarbeitet hat – und unter welchen Bedingungen. Regionalität ist hier kein Schlagwort, sondern gelebte Verantwortung.

Handwerk mit Haltung

Nicht nur die Säfte, auch die eingekochten Produkte und Fruchtaufstriche entstehen nach traditionellen Rezepten – mit viel Sorgfalt und zu hundert Prozent handgemacht. In der Schmankerlwerkstatt wird gerührt, abgefüllt und etikettiert mit dem Anspruch, Qualität nicht dem Zufall zu überlassen. Das Obst stammt aus eigener Landwirtschaft oder von ausgewählten Partnerbetrieben aus der Umgebung. Sonnengereift, sorgfältig geerntet und schonend verarbeitet – so bleiben Aroma und wertvolle Inhaltsstoffe bestmöglich erhalten.

Genuss mit gutem Gefühl

Im Hofladen finden sich neben den hofeigenen Produkten auch regionale Spezialitäten umliegender Landwirte. Das Konzept ist einfach und zeitgemäß: Selbstbedienung von frühmorgens bis abends, barrierefreier Zugang, flexible Zahlungsmöglichkeiten. Wer möchte, bedient sich in aller Ruhe selbst. Wer Beratung sucht, erhält sie persönlich. Für alkoholhaltige Spezialitäten wie Apfelmost oder Frizzante ist eine kurze telefonische Anmeldung erforderlich – auch das Ausdruck von Verantwortung. Edle Säfte stehen für mehr als Geschmack. Sie stehen für eine Haltung: bewusst konsumieren, Herkunft wertschätzen, Vielfalt zulassen. Ein Glas hochwertiger Fruchtsaft kann ein kleines Ritual sein – ein Moment der Achtsamkeit im Alltag. Man hebt das Glas, betrachtet die Farbe, riecht das Aroma, nimmt einen ersten Schluck. Und spürt: Hier steckt Natur drin. Und viel Handarbeit.

Säfte können edel sein. Wenn sie ehrlich sind. Wenn sie Zeit bekommen. Und wenn sie uns daran erinnern, dass Qualität nicht laut sein muss – sondern einfach gut.

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