2018 haben die Österreicher wieder mehr Fleisch gegessen. Wurden 2017 noch 63,6 Kilo pro Person gevöllert, waren es im Vorjahr 64,1 Kilo, dazu kommen noch 31,9 Kilogramm als Knochen und Tiernahrung. Gegessen wurde auch mehr Wild, Lamm und Innereien, genau 5,4 Prozent. 2017 wurden aber auch nur 1,8 Kilo verzehrt. 2,4 Prozent mehr Hendln wurden gegessen, pro Kopf 12,9 Kilo. Am liebsten ist den Österreichern aber offenbar nach wie vor das Schwein. 37,2 Kilo davon isst der Österreicher im Schnitt. Rind und Kalb legten geringfügig zu, mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 12,1 Kilogramm. Wobei weit mehr Rindfleisch produziert wurde als im Inland auf dem Teller landete: Hier liegt der Versorgungsgrad bei 141 Prozent. Bei Schweinefleisch sind es 101 Prozent, so die Statistik Austria.

Milchüberschuss und Butterunterversorgung

Wieder wurde auch mehr Milch produziert, als wir brauchen. Bei Trinkmilch liegt der Selbstversorgungsgrad bei 164 Prozent, beim Käse bei 115. Besonders irrational erscheint dabei allerdings, dass es trotz Überproduktion eine Unterversorgung bei Butter gibt, wo nur 72 Prozent des Verbrauchs aus der Inlandsproduktion abgedeckt wurde. Das selbe Spiel zeigt sich beim Käse. Auch da wird mehr produziert, als wir eigentlich brauchen und dennoch wurde auch mehr importiert – in Zahlen um sieben Prozent. Insgesamt wurden im Vorjahr 4,91 Millionen Tonnen an tierischen Lebensmitteln produziert, ein Zuwachs im Jahresvergleich von drei Prozent. Der Wert der Agrarimporte stieg von 12,0 auf 12,2 Mrd. Euro, jener der Exporte von 11,1 Mrd. auf 11,5 Mrd. Euro. Haupthandelspartner waren die EU-Staaten mit einem Anteil von 84 Prozent der Importe und 75 Prozent der Exporte.