Die EU hat als größter Weinproduzent der Welt eine Beobachtungsstelle für den Weinmarkt gelauncht. Sie soll Analysen bereitstellen und mehr Transparenz in den wichtigen Agrarsektor bringen. Das ist nicht die schlechteste Idee, weil 65 Prozent der Weltproduktion und 70 Prozent der Ausfuhren auf die EU entfallen. Was genau tut die EU? Sie erstellt Marktanalysen, kurzfristige Prognoseberichte und mittelfristige Aussichten. Die Beobachtungsstelle erfasst dabei alle Arten von Wein – Rotwein, Weißwein, Roséwein – sowie Weine, die im Rahmen der Regelungen für geografische Angaben (gU/ggA) geschützt sind. Es gibt bereits Beobachtungsstellen für Getreide, Zucker, Fleisch und Milch. Die jüngste Studie für den Obst- und Gemüsesektor wurde Mitte Oktober gestartet. Der Kommission geht es darum, dass der Agrarsektor die Marktvolatilität bewältigt und für mehr Transparenz sorgt.