Die Auflösung der Regierung könnte endlich die Abschaffung der Vollspaltenböden in der Schweinehaltung und deren Ersatz durch einen Teilspaltenboden mit eingestreutem Liegebereich nach sich ziehen. Die Liste Jetzt hat angekündigt, am 12. Juni einen entsprechenden Antrag ins Parlament einzubringen. Sollte die Mehrheit einer Fristsetzung zustimmen, könnte der Antrag dann Anfang Juli beschlossen werden. Als Übergangsfrist für die Abschaffung der Vollspaltenböden sind zehn Jahre vorgesehen. Gefordert wird ein planbefestigter Liegebereich, der groß genug ist, sodass alle Tiere gleichzeitig nebeneinander liegen können, und der mit ausreichend weichem organischen Material eingestreut ist. Walter Lederhilger, Obmann des Verbandes Österreichischer Schweinebauern prophezeit derweil, dass ein Ende des Vollspaltenboden-Verbots Ende der Selbstversorgung mit Schweinefleisch für Österreich bedeute. “Eine kleine Gruppe verursacht mit ihren vollkommen überzogenen Forderungen Verschlechterungen für die Breite der Gesellschaft, das kann niemand ernsthaft wollen”, so Lederhilger.

Vollspaltenböden: 60 Prozent der heimischen Schweine leben auf diesen harten Betonspalten.  ©Alexander Rahm