Wenn es keinen guten Nussaufstrich gibt, dann mach ich den selbst oder: Wie ein Kärntner Ernährungswissenschafter den Wiener Salon Nougat erfand.

Gunnar Glinitzer ist der Mann hinter dem Nougat. Er ist Genießer und unermüdlicher Geschmacksforscher. @Wiener Salon Nougat

“Nachdem das Millionenprojekt eines Riegels zur Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit vorwiegend meine Kreativität gesteigert hat, widmete ich mich einem Thema, das mehr Österreicher interessiert: der Nougatsucht.” So pariert Gunnar Glinitzer die Frage, wie man als Ernährungswissenschaftler auf die Idee kommt, Nuss-Nougatcremes, pardon “Wiener Salonnougat”, herzustellen. Der Mann hat zweifelsfrei Humor.

Wie’s tatsächlich dazu kam, sich diesem Thema anzunehmen?

Die Idee wurde bei einem Kaffee im Cafe Central geboren, erzählt er. Schuld daran? “War das Vakuum der Begierde, dass es dort keinen richtig guten Haselnussaufstrich zum Löffeln gegeben hat.” Und also machte Glinitzer sich daran, einen zu erfinden. Handgefertigt sollte er sein, palmöl-, milch-, laktosefrei und mit einem richtig hohen Nussanteil – will heißen bis zu 60 Prozent. Schief ging dabei, was so alles schief gehen kann: “Das Nougat war erst zu wenig cremig, dann zu fest, erst zu bitter, dann zu süß und es hat sich Öl abgesetzt.” Selbst als die Sache gegessen und drei Monate perfekt schien, gab es eine neue Herausforderung. “Plötzlich haben sich kleine Fettkugeln in der Creme gebildet”. 150 Versuchsrezepturen, oder in anderen Worten ein Jahr Trial and Error habe es gegeben, um da hin zu kommen, wo man jetzt ist: Bei mittlerweile sieben wunderbaren Sorten aus unterschiedlichsten Nüssen.

 

Glinitzer`s Haselnuss Nougat [vegan] Glinitzer’s Wiener Salon Nougat € 6,90
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Zum Löffeln und Kochen

Die Haselnüsse, der Zucker und die Handarbeit für Glinitzers süße Versuchungen kommen aus Niederösterreich. “Die Pistazien stammen aus Sizilien, die Haselnüsse aus der Türkei, die Kokosnüsse von den wunderschönen Philippinen und aus dem sonnigen Madagaskar beziehen wir die Bourbon Vanille Schoten.” Zucker und Traubenzucker sowie das Rapsöl kommen aus Österreich. “Ja, und die liebevolle Handarbeit – die kommt natürlich auch von vielen Händen in Österreich.” Acht Leute braucht es, bis ein Glas fertig ist. Die Nüsse werden geröstet und zu feinem Nussmark vermahlen, jede Zutat wird per Hand ausgewogen und für die Mischung vorbereitet. Gerührt wird so lange, bis eine gleichmäßige Nougatcreme entsteht, die schließlich mit einem Dressiersack in 100-Gramm-Gläschen gefüllt, verschlossen  und gekühlt wird. Bio ist kein Thema. “Weil das Produkt total natürlich ist und Bio den Preis nur unnötig in die Höhe treiben würde”, sagt er. Und: “Außerdem ist Bio heutzutage mehr Marketing-Instrument als Lebenseinstellung – jedenfalls bei den großen Produzenten.”

Kochen mit Glinitzer’s Wiener Salon Nougat.@Glinitzer’s Wiener Salon Nougat.

Wichtiger ist ihm die Tatsache, dass seine Nougats  nicht nur zum Löffeln oder Aufstreichen erfunden sind, sondern auch zum Kochen. Wie das geht? Das kann man auf seiner Website nachlesen. Dort finden sich allerlei Rezepte, vom Kokos-Mandel-Risotto bis zum asiatischen Papaya-Kohlrabisalat mit Pistaziendressing. „Es braucht zu allem ein Entschließen, auch zum Genießen!“ (verf. von Alexandra Binder)

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