Im niederösterreichischen Allensteig bei Zwettl kann man sich seit kurzem zu jeder Tages- und Nachtzeit handgemachte Waldviertler Knödel aus dem Automaten holen.

So muss er aussehen, der echte Waldviertler Erdäpfelknödel ©Panthermedia

Grammel-, Fleisch-, Selchfleisch-, Rauchkäse-, Blunzn- und natürlich die echten Waldviertler Erdäpfelknödel: All diese Schmankerl muss rund um Allensteig dank Klangs Knödelmanufaktur und der gleichnamigen Landfleischerei schon seit zwanzig Jahren keiner mehr aufwändig selbst machen, der das nicht will oder kann. Und wer sich schon mal daran versucht hat, der weiß durchaus, wovon die Rede ist. Die werden nämlich aus einem Mix von rohen und gekochten Erdäpfeln gemacht. Das dauert. Seit kurzem kann man seinem Gusto aber auch von Jetzt auf Gleich stillen. Denn beide Unternehmen betreiben neuerdings einen Automaten, an dem sich jeder seinen Lieblingsknödel einfach rund um die Uhr um 1,90 Euro runterdrücken kann.

So sieht er aus der Automat, in dem es Knödel und weitere deftige Freuden zu erwerben gibt. ©Klang

Ingrid Klang kennt ihre Kunden und weiß: „Gerade am Wochenende oder nach Feierabend wollten manche Knödel oder eine spezielle Wurst, die wir im Programm haben“.  Und wenn man schon mal da ist, nimmt man in Allensteig in der Regel gleich noch ein bisserl mehr mit: Verhackertes beispielsweise, oder Grammelaufstrich. Zu dieser Jahreszeit sind allerdings Knödel die erste Wahl. „Das ist jetzt gerade das Highlight”, sagt Klang. Im Sommer greifen die gern grillenden Automaten-Käufer dann erfahrungsgemäß lieber zu marinierten Koteletts oder Würsteln. Die anfängliche Skepsis der Einheimischen, die den Waldviertlern ja gern zugeschrieben wird, ist überwunden. Am Sonntagvormittag kaufen die Allensteiger mittlerweile ganz gern die Beilage für den Schweinsbraten am Automaten. Oder sie decken sich ein, wenn unangemeldeter Besuch vor der Tür steht. Die mittlerweile 20.000 wöchentlich produzierten Knödel – die ohne Konservierungsstoffe sowie Geschmacksverstärker auskommen und glutenfrei sind –  landen naturgemäß nicht alle im Automaten, sondern werden auch an Lebensmittelmärkte, Restaurants, Vereine und auf Zeltfesten verkauft. Die Knödel auf Knopfdruck haben es übrigens bis in die renommierte Süddeutsche Zeitung geschafft.

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