Der Z., meine bessere Hälfte, und ich sind jetzt schon seit einiger Zeit stolze Bezieher eines Gemüsekistls von Pepi Hopf. Der Pepi ist eigentlich Kabarettist und sein Gemüse ist genauso erdverbunden wie er. Allein was an seinen Karotten dran hängt, eignet sich zum Einsetzen der Pflanze, die bei uns seit Monaten neue Wurzeln im Wasserglas schlägt. Jedenfalls war die Aufteilung bisher so, dass ich die Abholerin war und Z. der gute Esser. Das war naturgemäß in seinem Sinne. Letztens habe ich den Mann allerdings zum ersten Mal auf den Meidlinger Markt geschickt, mit dem Hinweis, er möge doch bitte auch einmal unseren Wochenvorrat an Gemüse dort erlegen.

Gemüsesorten zu erkennen, ist aber dummer Weise evolutionär im Manne nicht angelegt. Logisch, schaut ja nicht aus wie ein Mammut.

Am Ende des Tages hat er statt zwei Kilo Erdäpfeln gefühlte fünf Kilo Topinambur heim gebracht und ich habe ganze sechs Stück Riesen-Pak Choi bekommen. Mit der anschließenden Frage, was wir denn um Himmels Willen mit so viel “Wie heißt das noch mal schnell? Chop Sui?” machen wollen. Aber bitte. Es war dunkel. Und die Kellnerin, die das Kistl bis zur Abholung in ihrem Restaurant beherbergt,  keine der kooperativen Sorte. Der Mann war demnach faktisch gezwungen, einen Monatsvorrat an Topinambur zu erjagen. Auch wenn er immer noch nicht weiß, was das eigentlich ist . . .

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